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dpa-AFX: Devisen: Eurokurs legt nach Veröffentlichung von US-Daten etwas zu

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Freitag nach
der Veröffentlichung von aktuellen Wirtschaftsdaten aus den USA leicht
gestiegen. Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung im New Yorker Handel bei
1,1698 US-Dollar, nachdem das Tagestief zuvor nahe der Marke von 1,1650 Dollar
gelegen hatte.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1658
(Donnerstag: 1,1676) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8578
(0,8565) Euro.

Am Vormittag hatte sich die Aufmerksamkeit zunächst auf Preisdaten aus der
Eurozone gerichtet. In Frankreich und in Spanien waren die Inflationsraten für
August jeweils geringer als erwartet ausgefallen. In Deutschland dagegen hat
sich das Leben im August wieder stärker verteuert. Die Verbraucherpreise lagen
um 2,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

"Die bislang veröffentlichten Details zeigen, dass vorerst mit keinem
weiteren spürbaren Rückgang der Inflationsrate zu rechnen ist", schrieb Thomas
Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Die Kerninflationsrate, bei der die stark
schwankenden Preise für Nahrungsmittel und Energie ausgeklammert werden, scheine
keine Anstalten zu machen, weiter nachgeben zu wollen. Gleichzeitig lässt der
preisdämpfende Effekt der Energiepreise Gitzel zufolge nach und die
Lebensmittelpreise könnten tendenziell wieder etwas stärker zulegen.

Später wurden dann auch aus den USA aktuelle Preisdaten bekannt. Die
Kernrate des PCE-Deflators, der ein bevorzugtes Preismaß der US-Notenbank Fed
ist, erfüllte mehr oder weniger die Erwartungen. Die Kernrate, bei der
schwankungsanfällige Preise für Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet
werden, legte leicht auf 2,9 Prozent zu. Wie es hieß, macht es dies den
Währungshütern mit möglichen Zinssenkungen nicht leicht. Der Preisdruck bleibt
größer als erwünscht.

Des Weiteren wurde bekannt, dass die Konsumausgaben der privaten Haushalte
im Juli etwas stärker gestiegen waren als im Juni. Wie außerdem das von der
Universität Michigan erhobene Konsumklima zeigte, hat sich die Stimmung der
US-Verbraucher im August etwas stärker eingetrübt als erwartet./tih/he

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